Germany Site Information

Site coordinator:Astrid Schütz
Email:astrid.schuetz@phil.tu-chemnitz.de
Telephone:+49.371.531-6366/6365
Mailing address: TU Chemnitz
Differentielle Psychologie und Diagnostik
Wilhelm-Raabe-Str. 43
D-09107 Chemnitz
Germany
Homepage: www.tu-chemnitz.de/phil/psych/professuren/diffpsy/index.html


Participants
Participants in this study will be 80 residents of Germany who are of Turkish descent. Participants will be second generation immigrants. That is, they will have born in Germany whereas their parents will have been born in Turkey. Some may also have been born in Turkey, but they will have had come to Germany at a very early age, younger than 4 or 5.

TeilnehmerInnen
An der Studie nehmen 80 Personen türkischer Herkunft teil, die in Deutschland leben. Die Beteiligten sind ImmigrantInnen der zweiten Generation. Sie sind in Deutschland geboren bzw. vor ihrem sechsten Lebensjahr nach Deutschland gekommen. Ihre Eltern (bzw. ein Elternteil) sind in der Türkei geboren.

Links:
German Version, Interaction Diary Form
German Version, Daily Events
German Version, Daily Form
Newcomer Study Homepage


Der Alltag von Einwanderern: Eine multinationale Studie über Immigranten und deren Erfahrungen

Diese Website enthält die Beschreibung einer aktuellen Studie zum täglichen Leben von Leuten, die in jungen Jahren in ein westeuropäisches Land immigriert sind. Weiterhin enthält diese Seite einen Überblick über das Projekt, eine Beschreibung der Stichprobe und Übersetzungen der Messinstrumente, die in dieser Studie benutzt werden und wurden, sowie Kontaktinformationen. Forscher, die an einer Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe interessiert sind, können sich gern mit dem Projektkoordinator John Nezlek in Verbindung setzen: jbnezl@wm.edu.

Die Studie und ihr Grundprinzip

Der Einwanderungsstrom nach Westeuropa hat die Aufmerksamkeit vieler Sozialwissenschaftler auf sich gezogen. Mit der Studie beabsichtigen wir eine Ergänzung früherer und gegenwärtiger Forschung zur Thematik der Immigration nach Westeuropa. Obwohl die bisherige Forschung wichtig und informativ ist, glauben wir, dass sie auf zwei Aspekte beschränkt bleibt.

Zunächst gab es eine Tendenz, Immigration aus der Perspektive derjenigen zu sehen, die schon vor Ort waren (Was denken Menschen, deren Familien seit Generationen in einem bestimmten Land leben über Menschen, die kürzlich zugezogen sind, und wie verhalten sie sich ihnen gegenüber?) Zudem hat sich praktisch die ganze Forschungsrichtung auf die Untersuchung großer Stichproben mithilfe von Fragebogen konzentriert.

Im Gegensatz dazu überprüft unser Projekt das Thema aus der Perspektive des Einwanderers und verwendet intensive und wiederholte Befragungen, um Informationen über das tägliche Leben zu erhalten. Wir meinen daher, dass unsere Studie eine wichtige Ergänzung zur vorhandenen Forschung darstellt.

Gegenwärtig konzentriert sich die Studie auf Immigranten aus überwiegend moslemischen Ländern. Moslemische Immigranten wurden aus verschiedenen Gründen gewählt.
Unter soziologischer und politischer Perspektive stellt die Immigration von Moslems nach Westeuropa ein Thema dar, das sowohl in Europa als auch in der moslemischen Welt mit großem Interesse verfolgt wird. Wir hoffen, Informationen beitragen zu können, die Politikern helfen, um bessere Entscheidungen bei dieser schwierigen Thematik treffen zu können.
Psychologisch gesehen stellt die Immigration von moslemischen Menschen nach Westeuropa - aufgrund der starken Unterschiede zwischen den Kulturen der ursprünglichen und der neuen Heimat - eine hervorragende Gelegenheit dar, Identitätsänderung, -bildung und -erhaltung zu untersuchen. Außerdem kann die Untersuchung von grundlegenden psychologischen Prozessen in dieser Population eine Übertragung der Ergebnisse auf andere Gruppen ermöglichen.

Die Methoden und der Fokus der Studie reflektieren aktuelle Tendenzen in der Sozial- und Persönlichkeits- sowie der kulturvergleichenden Psychologie. Die Verwendung von Tagebuchmethoden, wie wir sie nutzen, hat in den letzten 20 Jahren stark zugenommen. Einer der Gründe ist, dass mit dieser Methode Fragen beantwortet werden können, die im Labor nicht immer gut oder vollständig zu beantworten sind. Wenn man z. B. daran interessiert ist, zu erfahren, inwiefern Sozialkontakte unter Einwanderern sich von denen zwischen Einwanderern und ansässigen Mitgliedern einer Population unterscheiden, ist es hilfreich, Berichte über eine Vielzahl einzelner Kontakte zu vergleichen. Im Labor können Situationsvariablen zwar genau kontrolliert werden, dabei wird man aber unter Umständen dem typischen Alltagskontext der Interaktion nicht gerecht. Befragungen mit Survey-Methoden sind geeignet, um große Datenmengen zu erheben, können aber Spezifika einzelner Situationen oft ungenügend berücksichtigen. Beschreibungen können durch den Befragungszeitpunkt und -kontext beeinflusst sein. Die Methoden, die wir verwenden, sind natürlich ebenfalls nicht vollkommen, können aber dazu beitragen, das alltägliche Leben detailliert zu beschreiben. Mehr Informationen über diese Forschungsstrategien finden sich auf folgender Demonstrationsseite: Demonstration site for diary methods

Die Messinstrumente berücksichtigen verschiedene Aspekt. Identitätsentwicklung und -erhaltung wird unter der Perspektive der Identität als situationsbezogenes und soziales Konstrukt untersucht. Wir sind nicht der Meinung, dass sich situative und soziale Perspektiven der Identität ausschließen, sondern dass beide sich sinnvoll ergänzen. Die Studie ist auch durch neuere Untersuchungen über Alltagsemotionen und deren Beziehungen zu Persönlichkeitsvariablen geprägt: Welche Emotionen spielen im Alltag von Einwanderern eine Rolle und bestehen hier die gleichen Beziehungen zu Persönlichkeitsvariablen, wie sie in bisherigen Studien gefunden wurden? Die vielen Themen des Projektes können hier nicht im Detail beschrieben werden. Ausführliche Informationen werden auf dieser Website erscheinen, sobald erste wissenschaftliche Berichte aus dem Projekt vorliegen.

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